Vereinsgeschichte des Bochumer Roll- und Eissportverein e.V.
Am 1. Juli 1980 legten 20 engagierte Läuferinnen den Grundstein für den Bochumer REV. Aus der gemeinsamen Begeisterung für den Rollkunstlauf entstand ein Verein, der sich in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelte. Zur ersten Trainerin wurde Annegret Weimer-Niekämper berufen, den Vorsitz übernahm Theo Weimer.
Die Trainingsbedingungen waren in den Anfangsjahren anspruchsvoll. Trainiert wurde zunächst in der Sporthalle an der Max-Geäwe-Straße sowie auf der damals noch bestehenden Außenbahn vor der Ruhrlandhalle. Später kamen Hallenzeiten an der Dördelstraße hinzu. Über viele Jahre hinweg mussten die Sportlerinnen in Turnhallen trainieren, die den speziellen Anforderungen des Rollkunstlaufs nur eingeschränkt gerecht wurden.
Trotz dieser nicht immer optimalen Bedingungen stellten sich bereits früh beachtliche sportliche Erfolge ein. In den 1990er Jahren prägte insbesondere Nicole Weimer die Vereinsgeschichte. Während ihrer aktiven Laufbahn errang sie zahlreiche nationale und internationale Spitzenplatzierungen. Dazu zählen unter anderem ein dritter Platz bei der Europameisterschaft 1991 in der Pflicht, ein vierter Platz bei der Weltmeisterschaft 1991 in der Kombination sowie mehrere Vizeeuropameistertitel in den Jahren 1992 und 1993. 1994, 1995 und 1996 wurde sie Europameisterin in der Pflicht. Darüber hinaus erreichte sie 1996 einen vierten Platz bei der Weltmeisterschaft in der Pflicht, wurde mehrfache Deutsche Meisterin und sechsmal Deutsche Vizemeisterin in der Kombination. Diese Erfolge machten sie zum Aushängeschild des Vereins.
Neben dem sportlichen Wettkampf gehört auch das Weihnachtsschaulaufen seit den frühen Jahren fest zur Vereinsidentität. Über viele Jahre hinweg wurden die aufwendig inszenierten Programme in der Rundsporthalle aufgeführt und begeisterten ein großes Publikum. Zu den Höhepunkten zählten unter anderem „Peterchens Mondfahrt“, „Hänsel und Gretel“, „Schneewittchen“, „Der Froschkönig“, „Die Schneekönigin“, „Tabaluga“ und „Lilli“. Einen besonderen Erfolg stellte das Schaulaufen „Der König der Löwen“ dar, das aufgrund der enormen Nachfrage 2004 sowie in überarbeiteter Form im Dezember 2007 erneut aufgeführt wurde. Erst viele Jahre später konnte die Rundsporthalle aufgrund statischer Einschränkungen nicht mehr genutzt werden.
Ein weiterer bedeutender Meilenstein in der Vereinsgeschichte folgte im April 2006 mit dem Umzug in die Rollsporthalle Harpener Heide. Mit den verbesserten Trainingsbedingungen eröffnete sich dem Verein eine neue Perspektive für die sportliche Entwicklung. Die kontinuierliche Leistungssteigerung der Läuferinnen in den darauffolgenden Jahren ist eng mit diesen professionellen Rahmenbedingungen verbunden.
So steht der Bochumer REV seit seiner Gründung für sportlichen Ehrgeiz, Engagement und gelebte Gemeinschaft – getragen von einer Geschichte, die von Einsatzbereitschaft, Kreativität und nachhaltigem Erfolg geprägt ist.